Lernforum Bodensee

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Offene Methodenwerkstatt 2007

Folgende Methoden wurden beim LERNFORUMBODENSEE 2007 vorgestellt:

Methode:
Unternehmenskulturwandel mit dem Zwiebelschalenmodell

Die Umsetzung der proklamierten Unternehmenskultur (oft definiert in Leitbildern, Werte-Katalogen, Mission-Statements u.dgl.) scheitert oft daran, dass die Soll-Kultur zu abstrakt formuliert ist und sich in Allgemeinplätzen verliert.
Mit dem Zwiebelschalenmodell unterstützten wir die Teilnehmenden von Grossgruppenkonferenzen (oder Workshops), die Soll-Kultur in konkrete, beobacht-/messbare, verbindliche Verhaltensbeiträge zu übersetzen und die erforderlichen strukturellen Rahmenbedingungen dafür zu entwickeln.

Vorgestellt von Ralph Höfliger, Complex Change GmbH, Aeugst am Albis

Methode: Dialogprozess

Von entscheidender Bedeutung für die Qualität und Zukunft der Wissensgesellschaft ist nicht die Fülle an verfügbaren Informationen, sondern die Qualität der Kommunikation. Bei komplexen Problemstellungen bestimmt diese die Tiefe und Reflexivität der Lernprozesse.
Teams, die miteinander arbeiten und kommunizieren, sollten nicht nur geschult sein in "qualifizierter Diskussion", sondern auch in der Lage sein, Dialoge zu führen und beide Formen – je nach Aufgabenstellung – adäquat anwenden zu können.
Ein Anliegen des Dialogprozesses ist die Schulung der Wahrnehmung des eigenen Denkens und Fühlens, sowie Aufmerksamkeit für die entstehenden Reaktionen auf Impulse, Fragen, Bemerkungen, Widersprüche in der Gruppe. Voraussetzung dafür ist die Schaffung eines offenen Klimas des Vertrauens und der Sichheit.

Vorgestellt von Dipl.-Psych. Kerstin Borgmann, M.A. und Joachim Bessell, M.A., Moos am Bodensee

Methode: fish bowl – Goldfischglas

Eine Diskussionsmethode, die zum Austausch von Argumentationen, zur Abwägung von Alternativen und zur Diskussion von Streitfragen in großen Besprechungsrunden aktiviert:
Die Teilnehmenden nehmen alles selbst in die Hand: Jede(r) kann zu jeder Zeit im Diskussionskreis mitdiskutieren, Argumente, Gegenargumente und Ideen einbringen und andere in der Diskussion ablösen oder sich in die Beobachterrolle begeben, um dann wieder einzusteigen. Es findet direkte Interaktion statt, die Rollen werden frei getauscht und die Initiative geht von jedem einzelnen aus. Schon während fish bowl läuft wird das Ideen- und Meinungsspektrum dokumentiert. Bei fish bowl entfaltet sich optimalerweise eine freie Dynamik, die zu kreativen Ergebnissen führt.

Vorgestellt von Melanie Lorenz, freie Mitarbeiterin bei translake und Studentin Soziale Arbeit, Weingarten

Methode: Besprechungen mit Mindmapping

Besprechungen sind häufig nicht nur inhaltlich komplex, sondern werden auch durch die Anwesenheit von Teilnehmern mit unterschiedlichen Meinungen zum behandelten Thema verzwickt. Oft werden Ergebnisse nicht erzielt, oder später wieder umgeworfen, weil nachträglich neue Gewichtungen einzelner Argumente auftauchen. Oft wird von geschickten Sitzungsteilnehmern auch ein bewusstes Ablenkungsmanöver gefahren.

Mit der Methode des Mindmappings können Sie eine solche Sitzung leicht vorbereiten, Sie können in der Sitzungsmoderation flexibel reagieren, gegensätzliche Meinungen einfangen, transparent machen und bewerten. Zum Schluss können Sie auf einem Blatt die Ergebnisse selbst sehr komplexer Sitzungen festhalten und auch Aktivitätspläne machen. Wird eine Nachfolgesitzung nötig, können die Ergebnisse auf der gleichen Seite eingetragen werden und so entsteht oft ein one-page-management.

In der offenen Methodenwerkstatt möchte ich die Methode Mindmapping vorstellen, einige Hintergründe zur Entwicklung aufzeigen, und Beispiele und eigene Erfahrungen bringen. Der Verlauf der Methodenwerkstatt zum Thema Mindmapping kann simultan in einem Mindmap festgehalten werden, so dass alle Fragen und Antworten und von den Teilnehmern eingebrachten Erfahrungen gut dokumentiert auf einer Pinwand vorliegen.

Vorgestellt von Dr. Wolfgang Feige, Konstanz

Methode: Der Organisations-Kompass ein holistisches Führungsinstrument

Der Organisations-Kompass ist ein Navigationsinstrument, das uns hilft, den Weg des Wandels in Organisationen zu gehen und eine ausgeglichene Entwicklung auf allen Ebenen zu erreichen. Basierend auf die historischen Wurzeln des Medizinrads hilft uns der Organisations-Kompass alle immateriellen und materiellen Bereiche einer Organisation zum Gleichgewicht zu führen. Auf diesem Weg von nachhaltiger Exzellenz ist die Balance von Chaos und Ordnung ein kontinuierlicher Prozess.

Der Organisations-Kompass eignet sich für unterschiedliche Phasen (Diagnose; Durchführung; Evaluierung) und für unterschiedliche Einsatzbereiche (Organisation; Team und Individuum).

Der Organisations-Kompass wird erst durch die Haltung, mit der Führungskräfte und Berater ihn anwenden zu einem holistischen Führungsinstrument. Für mich erfüllt er bei allen Beratungsprojekten die Kriterien eines ganzheitlichen Instrument, das von den Führungskräften nach Beendigung meines Auftrages weiter verwendet werden kann.

Vorgestellt von Sylvia Machler, B4Business, Konstanz, Winterthur